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13.10.2020: Einsatz: Bahnunfall an der Bahnlinie München-Landshut

Heute (13.10.2020) morgen um 07:16 wurden die Feuerwehren Bruckberg-Bruckbergerau sowie ein Löschzug der Feuerwehr der Stadt Landshut sowie der Wache Münchnerau zu einem Unfall an den Bahnhof Bruckberg gerufen.

Dort hatten nach derzeitigem Erkenntnisstand mehrere Jugendliche versucht, den Personenzug nach Landshut noch zu erreichen und dazu die geschlossene Schranke durchquert. Dabei hatten sie offenbar nicht bemerkt, dass sich aus Richtung Landshut der Regionalexpress in voller Fahrt näherte. Zwei der Jugendlichen wurden vom Regionalexpress erfasst und kamen dabei ums Leben. Eine eingeleitete Notbremsung des Lokführers konnte das Unglück nicht verhindern, da ein Zug bei dieser Geschwindigkeit einen Bremsweg von mehreren hundert Metern hat.

Duch die Feuerwehren wurde der Straßenverkehr gesperrt bzw. soweit möglich umgeleitet und die sterblichen Überreste der Opfer geborgen. Weiterhin wurde die Betreuung der Familie und von Augenzeugen durch Rettungsdienst und das Kriseninterventionsteam im Feuerwehrgerätehaus Bruckberg-Bruckbergerau organisiert und die Betreuung unbeteiligter Fahrgäste der liegengebliebenen Züge in der Fahrzeughalle des Gerätehauses.

Aus dem Regionalexpress, der auf offener Strecke einige hundert Meter hinter dem Bahnhof zum Stehen gekommen war, wurden die Fahrgäste unter Zuhilfenahme der im Rüstwagen der Stadt Landshut vorhandenen technischen Mittel ins Freie geleitet und mit einem Bus weitertransportiert.

Die Fahrgäste aus der Regionalbahn, die noch im Bahnhof Bruckberg stand, wurden in die Fahrzeughalle des Gerätehauses begleitet und dort betreut, bis entsprechende Weiterreise oder Abholung organisiert war.

Betroffene Personen (Augenzeugen, Bekannte, Familienmitglieder) wurden von den Teams der Psychosozialen Notfallvorsorge und der Verhandlungsgruppe der Polizei betreut.

Der gesamte Einsatz konnte erst kurz vor 12:00 Uhr mit der Freigabe der Bahnlinie durch den Notfallmanager der Deutschen Bahn und der Polizei beendet werden.

Für die Feuerwehr war der Einsatz damit noch nicht beendet. Hier folgte erst einmal noch die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge (Reinigung, Aufrüstung, Ersatz von Verbrauchstoffen). Aufgrund der besonderen Belastungen wurden noch Gespräche mit dem PSNV-Team geführt und anschließend noch gemeinsame Gespräche, um die Eindrücke zu verarbeiten.

Die letzten Arbeiten waren dann gegen 15:30 abgeschlossen.

Wir möchten uns an dieser Stelle für die hervorragende Zusammenarbeit mit den anderen Einsatzkräften und deren Unterstützung bedanken, hier eine (wahrscheinlich unvollständige) Aufzählung: BRK, Löschzug der Stadt Landshut, Löschzug Münchnerau, Notarzt, PSNV-Team, Feuerwehrseelsorger, Polizei und Bundespolizei, Notfallmanager der Deutschen Bahn.